DER TZOLKIN
AUS DEM HL.MAYA-KALENDER DER QUICHE MAYA
Dr. Carl Johan Calleman aus „ Der Maya-Kalender und die
Transformation des Bewusstseins.“
PART I
Wie in
den langen Zyklen, so in den kurzen
Dieser Heilige
Kalender ist ein Meisterkalender, die die vereinigenden Muster für
die ganze Schöpfung liefert, und er ist gleichzeitig der Angelpunkt
des Kalendersystems der Maya. Wer nach dem Verständnis des
derzeitigen und künftigen Laufes der Ereignisse sucht, sollte sich
mit seinen grundlegenden Mustern vertraut machen. Obwohl die
Beziehung zum Tzolkin bisher nur gelegentlich angesprochen wurden,
ist er die zugrunde liegende Struktur für den prophetischen Gehalt
des Kalendersystems der Maya.
Wo die Sieben
Tage und Sechs Nächte des Großen Zyklus mit den 13x20 Mustern des
Tzolkin verbunden sind, zeigt, wie die längeren Schöpfungszyklen mit
dem Tzolkin-Diagramm in Beziehung stehen. Der Tzolkin ist eine
Matrix für die Energien des göttlichen Schöpfungsprozesses.
Entscheidend für unser Verständnis des Tag-für-Tag-Tzolkin ist, was
man hermetisches Prinzip nennen könnte: „Wie in den langen Zyklen,
so in den kurzen.“ Dieses Prinzip besagt, dass das grundlegende
Energiemuster der Sieben Tage und Sechs Nächte, das empirische in
allen Neun
Unterwelten
festgestellt werden kann, sich auch im täglichen Tzolkin
widerspiegelt.
Das
Tzolkin-Diagramm
Der einfache 260
Tage-Tzolkin-Umlauf ist ein zeitlicher Mikrokosmos der längeren
Schöpfungszyklen,
in dem das das Muster des Energiewechsels der Tzolkin-Umläufe
widergespiegelt wird.
In Wirklichkeit
bestimmt das Lichtmuster des Tzolkin, das für die unterschiedlichen
Folgen der 260 aufeinander folgenden gleichen Zeiträume im auf dem
Tun fußenden System angewendet werden kann, den Schöpfungsprozess in
allen Unterwelten. Das Tzolkin-Muster ist damit eng verbunden mit
der Entfaltung deines Bewusstseinsrahmens, und die vorhandenen
Tzolkin-Energie bezeichnet jeweils einen bestimmt Punkt in seiner
Entwicklung.
Der Tzolkin ist
wirklich ein Filtermuster göttlichen Lichtes. Dieses Muster
existiert in einem Beriech jenseits der zeit im Geiste Gottes.
Der
Tzolkin an sich ist somit eher ein Muster für die Entfaltung
kreativer Energie als ein Kalender.
Wie früher
beschrieben, kann der Tzolkin auch als zwei miteinander verbundene
Zahnräder dargestellt werden.
Diese Zahnräder
passen jedoch nur nach bestimmten Regeln zusammen. Jedes der 20
Nahuales des Tuns z.B. muss genau zu den dreizehn Uinals passen, die
eine Tzolkin-Runde ausmachen. Denn jedes Rad in dem auf dem Tun
fußenden System ( Tuns, Katuns, Baktuns usw.) hat zwanzigmal mehr
Zähne als das innere Rad, und das innere Rad dreht sich zwanzigmal
in derselben Zeitspanne, in der sich das äußere einmal dreht.
Dadurch wird klar, dass jeder Zeitzyklus seine eigenen
Rotationsfrequenz hat und dass diese Frequenz in den
unterschiedlichen Unterwelten verschieden ist.
So sind alle
Zyklen der spirituellen zeit im Universum miteinander verbunden.
Nichts geschieht getrennt vom großen kosmischen Plan, und alles ist
denselben Zeitzyklen unterworfen.
Es wird nun auch
offensichtlich, dass das Kalendersystem der Maya einer der Zyklen
innerhalb von Zyklen ist, wobei der genauere Tag-für-Tag-Lauf der
Ereignisse bedingt wird durch die kürzeren Zyklen. In der göttlichen
Schöpfung ist alles miteinander verbunden, und die verschiedenen
Kalenderzyklen, die ihre Entwicklung beschreiben, sind in klarer
Weise miteinander verknüpft.
Das bedeutet
auch, dass die kürzeren Zeiträume, z.B. die zwanzigtägigen Uinals
oder die dreizehntägigen Trecenas
( Wellen ) des Tzolkin, höhere frequente Obertöne der Töne sind, die vom Großen Zyklus und anderen
Unterwelten von noch längerer Dauer erzeugt werden ( wie in den
langen Zyklen, so in den kurzen). Da wir aus der
Menschheitsgeschichte wissen, dass die Wellenbewegungen, die diese
längeren Schöpfungszyklen entwickeln, wirklich sind, müssen auch die
mikrokosmischen Widerspiegelungen dieser Zyklen wirklich sein.
Dasselbe
hochfrequente Energiemuster des Tzolkin, das die längeren Zyklen
beherrscht, wird wieder geschaffen in den 260-Tage-Zyklen. Als Folge
gibt es eine wirkliche Basis für eine „Astrologie“ der Maya und eine
Weissagung, ( hierzu lesen
Sie bitte
Anhang B im Buch auf Seite: 262 )
Die Natur des
Tzolkin als ein primär spirituelles Energiemuster wird auch dadurch
deutlich, dass bei den Maya und Mexica Götter oft als
Tzolkin-Verbindungen symbolisiert und auch so genannt werden.
Quetzalcoatl z.B.
war 9 Wind ( Bolon Ik ). Obwohl der Tzolkin ursprünglich als eine
13x20-Tageszählung, beschrieben wurde – so ist der Tzolkin primär
bekannt – ist diese Sicht äußerst zwanghaft. In den alten
Chilam-Balam-Büchern sind die 260 Kombinationen des Tzolkin manchmal
verbunden mit Katuns, deren Voranschreiten eine Schöpfungsebene des
Universums beschreibt. Das in diesem Buch beschriebene Modell liegt
ganz auf dieser Linie.
Der Schöpfer
scheint beschlossen zu haben, dass der Tzolkin das beste
Schöpfungsmuster ist, das Muster hinter der Entwicklung aller Dinge.
Die Feststellung der Maya und Mexica, dass der Tzolkin ein
Filtermuster ist für Licht, dass das Universum durchdringt und auf
ganz verschiedenen Ebenen seinen Ausdruck sucht, ist eine der
größten Beiträge zur menschlichen Spiritualität.
Auf
einer tieferen Ebene ist der Tzolkin zeitlos.
Schließlich ist
der Tzolkin ein Code, der ein göttliches Grundprogramm für die
Oszillationen des Weltenbaums beschreibt, ein Programm, das jenseits
von Raum und Zeit entworfen wurde. Der Tzolkin ist bei weitem
breiter und tiefer als jeder Mondzyklus, Biorhythmus oder eine
Sonnenphase. Auf einer tieferen Ebene ist der Tzolkin zeitlos.
Seine
Energiewechsel schaffen unsere Zeiterfahrungen, und es sollte auch
klar sein, dass Zeit eine Illusion ist und nicht unabhängig von der
göttlichen Schöpfung existiert.
Der Tzolkin ist
mehr als alles andere das letzte Muster hinter allen Rhythmen und
allen Strukturen der Energie bildet.
PART II-oben
PART - II
DIE ECHTE TZOLKIN ZÄHLUNG
Dr. Carl Johan Calleman aus „ Der Maya-Kalender und die
Transformation des Bewusstseins.
Die
echte Tzolkin-Zählung
Das
Zahnradmodell hat eine sehr wichtige Folge: Es kann nur eine
echte Tzolkin-Zählung geben, so weit der Kosmos reicht. In der
Abfolge von 13 Tagen z.B. kann nur einer dieser Tage in Resonanz
sein mit dem 8. Himmel von allen unterschiedlichen Unterwelten (
beherrscht von der Energie von Tlaloc in all jenen).
Das ist der
Tag Nummer 8 von den 13 Nummern der Tzolkin-Zählung, Obertöne
müssen harmonische Beziehungen haben zu ihren Tönen.
Wenn ein
Baktun, ein Katun oder ein Tun nicht genau mit demselben Tag
endet wie ein Uinal des Tzolkin, wäre eine Tzolkin-Runde nicht
die genau mikrokosmische Widerspiegelung der Energie der
längeren Zyklen. Darüber hinaus müssen der Tzolkin und das auf
dem Tun fußende System immer phasengleich sein.
Die
klassische Zählung, die bei den Maya gute 2.500 Jahre in
Gebrauch war, ist harmonische verbunden mit den breiteren
Zyklen.
(Die ersten Tage – 1 IMIX, Kin 1 – der Tzolkin-Runden dieser
Zählung ist in der mittleren Reihe folgender Abbildung zu
sehen.)